Der Kreuzweg an der Bunkerdecke
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Eine
merkwürdige Bezeichnung. Folgendes war geschehen: Über den Höhenrücken
zwischen Eschfeld und Roscheid zog sich die Bunkerlinie des Westwalls.
Während der Invasion durch die Alliierten hatten viele Eschfelder
und Roscheider in diesen Bunkern Zuflucht vor dem Granatbeschuss gesucht,
bis sie zur Flucht gezwungen wurden. Zu der genannten Bunkerlinie gehörte
auch ein so genannter Mannschaftsbunker ( im Gegensatz zum "Gefechtsbunker")
in der Nähe von Eschfeld. Bei der Sprengung des Bunkers etwa 1948
blieb die Decke senkrecht stehen. Im Laufe der Jahre wurde sie immer mehr
von Bäumen und Gestrüpp umwuchert.Da die Überreste des
Bunkers auf kircheneigenem Gelände liegen, schlug Pastor Willi Kneip
im Jahre 1991 dem Pfarrgemeinderat und dem Verwaltungsrat vor.. hier einen
Kreuzweg als "Stätte des Gebetes um Frieden und Versöhnung"
zu schaffen.Im Herbst 1991 wurde die Anlage geplant und das Terrain abgesteckt.
Im zeitigen Frühjahr 1992 begannen dann die Arbeiten an der Anlage. |
| Es war bewundernswert mit welcher Bereitwilligkeit und Eigeninitiative Wege angelegt, der Platz mit dem Kreuz ausgebaut, Bäume und Sträucher gepflanzt und schließlich die Stationen des Kreuzweg aufgestellt wurden. Sie stammen aus der Werkstatt von Karl Müller, Burgjoss im Spessart. So konnte dieses Gemeinschaftswerk der Pfarrei Eschfeld rechtzeitig vor der Karwoche fertiggestellt und am Palmsonntag, den 12.04.1992 in einer großen Feier eingeweiht werden. "Möge den Betern des Kreuzweges die Frucht der Erlösungsgnade unseres Herrn in reiche Maße zuteil werden" -Mit diesen Worten hatte Bischof Spital die Errichtung dieser Gebetsstätte gut geheißen. Seither treffen sich die Pfarrangehörigen der Seelsorgeeinheit hier immer wieder zu Gebetsgottes-diensten, und viele Besucher aus nah und fern verweilen eine Zeit am "Kreuzweg an der Bunkerdecke" . Peter Marx, der auch den Friedhof der Pfarrei und den Ehrenfriedhof betreut, pflegt die Anlage. |
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